1. Teil: Wünschen ist nicht immer einfach

Weihnachten 2004...

...2004 haben wir auf der Internetseite des Fördervereins Arche Noah Kreta e. V. eine Adventsgeschichte geschrieben. Aus dieser kleinen, netten Idee wuchs über die Weihnachtszeit ein Tierschutzmärchen in 24 Teilen, das uns beim Schreiben selber immer mehr berührte. Vor unserem inneren Auge entwickelten sich die Charaktere und Geschichten spontan - wir wussten selbst an keinem Tag der Adventszeit 2004, wie das Märchen am nächsten Tag weiter gehen würde.

Die Geschichte handelt über die Not, den Mut und die Herzenswärme der Tiere und Tierschützer auf der griechischen Insel Kreta.

Die spannenden Abenteuer der tapferen kleinen Katze Sherry, ihrem großen Freund, dem Tonnenhund Figo und anderen Tieren auf Kreta blieben bei vielen Tierfreunden über Weihnachten hinaus in Erinnerung und immer wieder wurden wir gefragt, ob wir das Märchen nicht als Buch veröffentlichen könnten.

Pünktlich zu Weihnachten 2005 erschien „Wünschen ist nicht immer einfach“ als gebundenes A5-Taschenbuch!

"Wünschen ist nicht immer einfach" ist eigentlich ein zeitloses Märchen. Aber in welche Zeit passt eine Geschichte über Hoffen und Wünschen und über gegenseitige Hilfe besser, als in die Weihnachtszeit?

Wir freuen uns, dass wir mit diesem Märchen jetzt noch viele weitere Tierfreunde berühren können und wünschen viel Freude beim Lesen!

November 2005, Claudia & Stefan Grothus, Thomas Busch

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Die Geschichte:

Liz, die etwas hysterische Katzenmutter, Mose, ein nachdenklicher kleiner Welpe und Quinn, der bärbeißige Molosser machen sich Sorgen. Sie sind zusammen in der „Welle“, dem schönsten aller Orte, an den jedes Tier gelangt, wenn seine Zeit abgelaufen ist. Aber anstatt nach Herzenslust die Annehmlichkeiten der Welle zu genießen, haben die drei so unterschiedlichen Tiere große Sorgen. Denn Liz hat auf ihrem Weg in die Welle ihre acht kleinen Katzenkinder zurück lassen müssen, um die sich nun niemand mehr kümmert. Zum Glück kann man in der Welle für die Tiere auf der Erde etwas wünschen.

Aber das Wünschen ist gar nicht so einfach...

Zwar schaffen Liz und ihre Freunde es mit fast misslungenen Wünschen so gerade noch, sieben der Katzenkinder in die Obhut der Tierschützer zu wünschen, aber eins der Kätzchen geht dabei verloren: die kleine Sherry. Jetzt müssen die passenden Wünsche für Sherry gefunden werden und das ist gar nicht so einfach.

Die eigenwillige kleine Sherry macht es ihren Freunden in der Welle nicht gerade leicht. Immerzu stolpert sie von einem Abenteuer ins nächste. Sie begegnet dabei Tieren in Not und schließt innige Freundschaften mit Tier und Mensch.

„Wünschen ist nicht immer einfach“ ist ein lustiges und rührendes Buch mit vielen unerwarteten Wendungen und zu Herzen gehenden Schicksalen. Es ist ein Buch für jedes Alter und kann sehr gut auch von Kindern, die schon wissen, dass es auf unserer Welt Tiere in Not und Tierschützer gibt, gelesen werden.

„Wünschen ist nicht immer einfach“ als Taschenbuch - die Daten:

  • Seiten: ca. 100
  • Außenumschlag: farbig
  • Innen-/Textteil: schwarzweiß, grafisch gestaltet
  • Größe/Format: A5
  • Bindung: Leimbindung
  • Preis: 12,90 Euro zzgl. Porto und Verpackung.

Der Erlös aus dem Verkauf geht zu Gunsten des Fördervereins Arche Noah Kreta e.V.

Ausschnitte:

(...) Als zu einem Kotflügel geformten Blechteil fristete ich mein bisheriges Dasein am vorderen Teil eines alten Autos, welches auf einer schönen Insel im blauen Meer gefahren wurde. Mein Leben war ausgesprochen langweilig. Bis auf die Tage, an denen ich Ausflüge über die Insel machen durfte. Nichts brannte sich in diesen Momenten intensiver in mein Blechgedächtnis, als die vielen Tiere, die dürr, abgemagert, hungrig und durstig, angebunden an kurzen Ketten und Blechtonnen ihr trauriges Dasein fristen mussten. Warum ein Blechteil Mitleid fühlen kann? Ich habe keine Ahnung, da muss irgendetwas Eigenartiges hinter stecken.(...)

(...) Das Tier war riesig, viel, viel größer als Sherry das Katzenkind. Beim Geruch des Futters knurrte ihr Magen so laut, dass sie furchtbare Angst bekam, das Tier würde es hören. Sie brachte es einfach nicht fertig, zu diesem Napf zu gehen. Und dann tat sie etwas, das vielleicht sehr unvernünftig war. Aber schließlich war Sherry nur ein kleines Katzenkind und hatte vorgestern noch bei ihrer Mutter Milch getrunken. Sie tat einfach, was kleine Kinder tun, sie sagte ganz leise: „Hallo?“.(...)

(...) Als ob er es gehört hätte, kam Quinn mit einem Riesensatz aus dem Krater gesprungen und stellte sich direkt vor sie. „Weißt du, was ich überhaupt nicht ertragen kann, Mieze?“ brummte er Liz an. Liz duckte sich. „Tränen!“ bellte Quinn.
Er schmiss sich regelrecht hin, legte seinen riesigen Schädel auf seine Pfoten, schaute Liz mit einem mitleidigen Blick direkt in die Augen und fragte: „Wo ist denn das Problem?“.(...)

(...) Die Nacht kam und es wurde kalt. An wen sollte sie sich jetzt kuscheln um sich aufzuwärmen? Und was sollte sie jetzt tun? Einfach hier sitzen und warten, ob Liz und die anderen wiederkehrten? Sherrys Herz sagte ihr, dass niemand wiederkehren würde. Verzagt rollte sie sich ganz eng zusammen und legte ihr Schwänzchen um sich herum um etwas Wärme zu haben. Sie fühlte sich sehr einsam.(...)