Irgendwo...

...in einer Großstadt gingen zwei I-Dötze mit ihren Tornistern durch die Fußgängerzone. Einige Tauben pickten Krümel vom Boden. Der eine Junge rannte trampelnd auf die Tauben zu um sie zu verscheuchen. Da brüllte der andere Junge: „Eeeey! Lass das! Das darf man nicht. Das sind doch Tiere!“ Dieser kleine Junge trug ein seltsames, hölzernes Amulett um den Hals.

Irgendwo auf einem lauten, bunten Marktplatz schlenderte ein Mädchen an den Ständen entlang. Sie trug ein hölzernes Amulett auf ihrer braunen Haut. Hinter einem Stand sah sie ein fremdes Kind, das Früchte auf die Auslagen räumte. Die beiden schauten sich zufällig an und winkten sich dann lachend zu. Das Kind hinter dem Stand trug auch dieses Amulett.

Irgendwo, mitten in einem Supermarkt sprach ein kleiner Junge seine Mutter an, die gerade reflexartig einen Klumpen Tiefkühlfleisch in den Wagen legte: „Mutti, ich mag das nicht mehr. Das Tier hat mal Gefühle und eine Seele gehabt, ich kann das nicht mehr essen.“ Er griff sich dabei an sein hölzernes Amulett, das er um den Hals trug. Die Mutter schaute ihren Sohn völlig schockiert an und griff von diesem Moment an nie wieder in dieses Tiefkühlregal.

Überall in der Welt bewegte sich etwas. Immer mehr Kinder in immer mehr Ländern verweigerten sich der Tierquälerei. Sehr viele von ihnen trugen hölzerne Amulette und niemand konnte mehr sagen, wer damit angefangen hatte. Unaufhaltsam setzte sich eine Revolution der Kinder auf der der Erde durch. Die einen aßen kein Fleisch mehr. Die anderen weigerten sich, Eier aus Käfighaltung zu kaufen. Schulklassen demonstrierten vor Schlachthöfen. Drittklässler sprachen auf der Straße Frauen in Pelzmänteln an, ob sie überhaupt wüssten, wie viele Tiere für diesen Mantel gequält worden waren. Teenager beharrten darauf, nur noch Shampoo zu benutzen, das ohne Tierversuche hergestellt worden war.

Unzählige Ideen und Initiativen entstanden in Schulen, Familien und Cliquen. Die Kinder nahmen nicht mehr alles einfach so hin, was ihnen über Tiere erzählt wurde. Sie machten sich schlau, sie lasen und diskutierten. Und wenn irgendjemand behauptete, einen Hund müsse man mit einem kräftigen Ruck an der Leine erziehen, dann lachten sie ihn aus.

Die Kinder forderten Rechenschaft von ihren Eltern über das, was in Massenviehzuchten, in Pelztierfarmen, in Tötungsstationen, im Fischfang und in Forschungslabors vor sich ging. Und sie ließen es nicht gelten, wenn die Eltern sagten: „Das habe ich nicht gewusst.“

Und die Kinder spürten, dass sie stark waren, dass sie etwas bewegen konnten, dass ihnen die Zukunft gehörte. Die Stärkeren nahmen die Schwächeren bei der Hand und die Älteren brachten den Jüngeren bei, dass Tiere Mitgeschöpfe sind, mit denen wir Menschen uns die Erde in Frieden und Respekt teilen müssen.

‚Wo ist das her gekommen?’ fragen sich viele Erwachsene und sie fingen an, in den Büchern der Kinder zu lesen.

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Auf einer riesigen, weißen, zerklüfteten Ebene sah man eine gescheckte Schwanzspitze immer mal wieder wie eine Antenne aus den tiefen Kratern heraus wedeln. Ein lautes Scharren hörte man – begleitet von einem aufgeregten Grunzen.

„Wo ist denn jetzt der Stein schon wieder…?" ...

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das Saphire-Amulett